Energiesparverordnung

Die Energieeinsparverordnung definiert den gesetzlich zulässigen Energiebedarf von Neubauten. Darin werden Vorgaben zum erlaubten Primärenergiebedarf und zum Wärmeverlust gemacht.

Seit Februar 2002 gilt die Energieeinsparverordnung (EnEV), durch die der Gesetzgeber hohe Anforderungen an den Eigenheimbau stellt. In der aktuell geltenden Version EnEV 2016 wird der Energiebedarf primärenergetisch betrachtet. Außerdem wird die Anlagentechnik in die Bilanzierung der Energieeffizienz eines Hauses eingerechnet. Die Anforderungen der EnEV sind eine gut durchdachte und vor allem sauber ausgeführte Wärmedämmung der Außenhüllen (Wände, Decken, Dach, Böden) eines Hauses, aber auch der Fenster und Türen, sowie die richtig ausgewählte Heizungsanlage und eine entsprechende Warmwasserbereitung. Kennzahlen für die Energieeffizienz sind der Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust. Diese werden als Kriterien für die Förderwürdigkeit eines Neubaus von der KfW-Förderbank herangezogen - berechnet anhand des ebenfalls in der EnEV vorgeschriebenen Referenzhausverfahren.

Wie wird die Förderwürdigkeit eines Neubaus berechnet?
Die Berechnung erfolgt anhand des Referenzgebäudeverfahrens. Dies berücksichtigt die Wärmedämmung der Bauteile und die für Beheizung und Warmwasserbereitung eingesetzte Technik. Im Kennwert Primärenergiebedarf sind neben dem Heizwärmebedarf der Nutzenergiebedarf für Warmwasser und der Hilfsenergiebedarf für elektrische Pumpen enthalten. Der Aufwand für die Bereitstellung der Energieträger, also die Erzeugung und der Transport zum Haus, geht ebenfalls in die Bilanz ein.

Nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWG) wird seit 2009 vorgeschrieben, dass ein bestimmter Anteil der Wärme im Haus aus erneuerbaren Energien gewonnen werden muss. Ziel ist es, dass bis 2020 14 Prozent des Wärme- und Kälteenergiebedarfs aus erneuerbaren Quellen stammen. Allerdings kann man den Einsatz der „Erneuerbaren“ durch so genannte „Ersatzmaßnahmen“, wie zum Beispiel eine besonders wirkungsvolle Wärmedämmung, umgehen. Im Holz-Fertigbau gibt es meist keine „Konkurrenz“ von Dämmung und regenerativen Energien: In den Haus-Entwürfen gehen beide Hand in Hand. Holz-Fertighäuser sind energieeffiziente Eigenheime und meistern die Anforderungen der EnEV meist spielend. Durch Photovoltaikinstallationen, Wärmepumen und Lüftungsanlagen kann von einem Engerieverbraucher sogar ein Energieerzeuger werden.