Dachformen

Inzwischen gibt es viele verschiedene Dachformen und auch Kombinationen sind möglich. Bei der Wahl für das richtige Dach für sein Eigenheim ist zu berücksichtigen, dass es Gefallen findet und den technischen Anforderungen entspricht.

Satteldach

Ein Satteldach besteht aus zwei Dachflächen, die zueinander geneigt sind und sich am höchsten Punkt, dem Dachfirst, treffen. Es ensteht die typische Dreiecksform für den Dachstuhl. Es wird meist in niederschlagsstarken Regionen verwendet, da es Wettereinflüssen gut Stand halten kann und Schutz vor Wasser bietet. Durch die einfache Konstruktion ist es sehr kostengünstig.

Pultdach

Ein Pultdach bildet sich aus nur einer geneigten Dachfläche. Hierbei entspricht die untere Kante der Dachtraufe und die obere Kante dem Dachfirst. Auch eine Kombination aus zwei Pultdächern ist möglich, wobei sich aber die First-/Traufhöhen und eventuell auch der Neigungswinkel voneinander unterscheiden. Die Vorteile ergeben sich aus der simplen Konstruktion und einer somit kostengünstigen Variante. Das Dachgeschoss bietet einen vollwertigen Wohnraum durch gute Lichtverhältnisse, da keine Dachfenster von Nöten sind. Diese Option ist ideal für das Anbringen einer Photovoltaikanlage.

Flachdach

Ein Flachdach ist charakteristisch für Wohnwürfel bzw. Wohnkubus. Dachschrägen gibt es hier nicht und das Dach kann auf vielfältige Weise genutzt werden, zum Beispiel als Dachterrasse, als Grünfläche oder als Fläche für die Photovoltaikanlage. Auch das Anbringen von Lichtkuppeln ist eine Möglichkeit, die mehr Tageslicht in die Wohnräume einströmen lässt. Bei dieser Dachversion ist oft ein nachträgliches Aufstocken des Wohngebäudes kein Problem. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass eine ordnungsgemäße Abdichtung und Entwässerung gegeben ist, um Wasserschäden o.ä. zu vermeiden. Deswegen ist eine regelmäßige Kontrolle und Wartung zu empfehlen.

Walmdach

Ein Walmdach hat nicht nur auf der langen Traufseite, sondern auch auf der kurzen Giebelseite des Hauses geneigte Dachflächen. Diese werden als Walm bezeichnet. Das Dach hat also Schrägen an allen vier Seiten. Bei einem klassischen Walmdach laufen alle vier Walme in einer Linie zusammen, was dem Dachfirst entspricht. Wenn alle Walme in einem Punkt zusammentreffen, handelt es sich um ein Zeltdach. Vorteil ist die geringere Windlast, da die geneigten Dachflächen dem Wind weniger Angriffsfläche bieten.

Zeltdach

Ein Zeltdach wird meist bei symmetrischen Gebäudeformen, wie bei einem quadratischen Grundriss, verwendet. Vorteil hier sind die vollwertigen Stockwerke ohne Dachschrägen, da das Dach wie ein Deckel auf den Mauern des Hauses liegt. Das Dachgeschoss wird in ein vollwertiges Stockwerk verwandelt.

Schleppdach

Ein Schleppdach setzt sich aus zwei Dächern zusammen. Ein Hauptdach, das sich auf dem Wohngebäude befindet, und ein Nebendach, das im Querschnitt dem eines Pultdachs entspricht und an der Traufseite des Hauptdaches angebracht ist. Diese beiden schließen direkt aneinander an, müssen jedoch nicht notwendigerweise den gleichen Neigungswinkel haben. Ein Schleppdach kann auch im Nachhinein noch angebaut werden und dem Unterstellen des Autos dienen oder den Wohnraum vergrößern.