| Die Bodenwöhrer Ortsmitte erwacht zum Leben |
Am Sonntag erwachte die Bodenwöhrer Ortsmitte zum Leben. Am Tag des deutschen Fertigbaus war bei FischerHaus einiges geboten. Rund 300 Besucher tummelten sich in und um den Musterhauspark. Es war eine Baufinanzierung vor Ort, die Interessenten konnten sich über die Regenwassernutzung informieren sowie die neuesten Küchentrends mit einen Profi besprechen. Die Bauberater von FischerHaus hatten alle Hände voll zu tun, um die Kundenanfragen über Niedrigenergiehäuser, Passiv- und Energie-Plus-Häuser gekonnt beantworten zu können. Auch das Hausdesignzentrum war geöffnet und man konnte sich hier schon die Ausstattungsmöglichkeiten fürs eigene Haus ansehen. Um 16 Uhr wurden dann noch 15 Obstbäume verlost.
Schon eine gute Stunde vor Beginn der szenischen Führungen wurden die Mitglieder des Bodenwöhrer Eisenzeit-Ensembles immer wieder gefragt: "Wann geht's denn jetzt los?" Und als es dann losging, war die überwältigend große Schar der Interessenten gar zu groß für eine einzelne Führung. So machten sich also am Sonntagnachmittag bei den ersten szenischen Führungen anlässlich des Tages des deutschen Fertigbaus" mehr als zweihundert Teilnehmer in mehreren Gruppen mit der Eisenzeit auf den Weg zurück in die Historie von Ort und Hüttenwerk. Dafür von allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön!
Dort, wo in früheren Jahrhunderten das Hüttenwerk Generationen von Bodenwöhrern Lohn und Brot gab - da steht seit dem endgültigen Aus des Werkes vor 40 Jahren die Firma FischerHaus. Und dort zeigte das Eisenzeit-Team die historischen Entwicklungen vom kleinen Eisenhammer bis hin zum florierenden Pionier-Betrieb in Sachen umweltschonender Fertighausbau.
Historische Einblicke vermittelten die Hüttenwerksrentner gemeinsam mit den Schauspielern.
Hubert Süß in der Rolle des Bodenwöhrer Hüttenwerks-Oberverwesers Johann Josef Arnold ließ die Jahrhunderte der Ortsgeschichte wie im Fluge Revue passieren - von der Gründung des ersten Hammers am Weichselbrunner Weiher über bahnbrechende technische Neuerungen im Werk bis hin zu allerlei Verstrickungen Bodenwöhrs in diverse europäische Kriegshandlungen. Auch mit der einen oder anderen kuriosen Anekdote sparte er nicht.
Wie beispielsweise der des Hüttenwerks-Chefs, der aufgrund mangelnden Arbeitseinsatzes (oder anders ausgedrückt galoppierender Faulheit) bei Wasser und Brot in seinem eigenen Amtssitz arrestiert wurde. Hierbei musste besagter Herr Wilhelm Ehehalt sich auch gleich noch im Rahmen einer Spielszene mit der Gattin eines seiner Arbeiter (Mia Süß) auseinandersetzen, welchem er bei Lohnverhandlungen übel mitgespielt hatte... "Die Stiege hat er ihn runtergestoßen, so dass sein Bein steif geblieben ist und wir nun von dem Geld aus der der Bruderkassa leben müssen."
Teils augenzwinkernde, teils auch etwas wehmütige Einblicke in die Arbeitswelt des Hüttenwerkes in der Nachkriegszeit lieferten den begeisternd lauschenden Besuchern anschließend die beiden "Hüttenwerks-Rentner" Heinrich Seltl senior und Alfred Spindler. Und mit Seltl an der Spitze führte die historische Zeitreise dann auch weiter in einen Bereich des Hüttenwerks (respektive FischerHaus-Geländes), den so wohl kaum je ein Außenstehender zu Gesicht bekommt: Es ging über eine steile Treppe in der Werkshalle hinunter in den "Untergrund" zu den Kellern des ehemaligen Hüttenwerkes.
Diskussion unter Hüttenwerkern anno 1814.
Hier erwarteten die Besucher dann drei historisch verbürgten Hüttenwerker Stabl, Ellert und Jäger (Hubert Süß, Hans Beck und Gerd Habermeier) aus dem Jahre 1814. Trefflich wussten sie darüber zu philosophieren, ob denn nun das Werk mit der Produktion von Löffeln und Bügeleisen eine wirtschaftliche Zukunft haben könne und warum man denn in Bodenwöhr und Schwand gar so viele Abgaben zahlen müsse. Nach einem folgenden Rundgang durch die Keller und damit durch Heinrich Seltl seniors ehemaliges Arbeitsgebiet, konnten sich die Besucher anschließend der wirtschaftlichen Gegenwart Bodenwöhrs zuwenden und oben in der Werkshalle Einblick nehmen in die Produktionsmechanismen für ein modernes Fertighaus. Und wer dann eine Pause nötig hatte, fand bei der Verpflegungsstation der Internationalen Mittelalterfreunde eine willkommene Gelegenheit zur Rast.
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Über FischerHaus: Die FischerHaus GmbH & Co. KG mit Sitz im oberpfälzischen Bodenwöhr hat sich auf den Bau individueller und wertvoller Fertighäuser spezialisiert. Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1961 verbindet FischerHaus traditionelle Holzbaukunst mit moderner Technik und zukunftsweisenden Ideen, insbesondere im Bereich der Energieeffizienz. FischerHaus ist Mitglied im Bundesverband deutscher Fertigbau e. V. und in der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau. Die Unternehmensführung liegt seit April 2006 in den Händen von Reinhard Fuchs und Barbara Fuchs. |
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