| FischerHaus zu Gast im Staatsministerium |
Die Fahrstuhltür glitt auf und der Ministerialbeamte starrte fassungslos den Erzengel Michael an, der ihn da mit Brünne und Flammenschwert freundlich in die gläserne Kabine bat - um mit ihm dann hinab zu schweben, die vier Stockwerke hohe Orangierie entlang. In der bayerischen Staatskanzlei war am Mittwoch allerhand geboten, als die Bodenwöhrer "Eisenzeit" Europaministerin Emilia Müller die Ehrenschirmherrschaft über die Saison 2011 antrug…
Kultur ist auch und gerade auf dem Land möglich, trotz der geringen finanziellen Ausstattung, sagte der Oberpfälzer Regisseur des Bodenwöhrer Ensembles, Hubert Süß. Wichtig sei, "dass die Leut stimmen". Und davon konnte sich Emilia Müller (die die Eisenzeit als Bruckerin natürlich kennt und schätzt) diesmal auch an ihrem Arbeitsplatz überzeugen.
Die Delegation aus der Hammersee-Gemeinde führte Bürgermeister Richard Stabl mit seinen beiden Stellvertretern und etlichen Gemeinderäten der Freien Wähler und Bürgerliste an. Nach der - eigens mehrstimmig interpretierten - Hammerseebräu-Hymne der Bodenwöhrer Sänger trug Stabl in Reimform das Ehrenschirmherrinnen-Ersuchen vor. Die Kulturreihe "Eisenzeit" erinnert an die Eisen-Verhüttungs-Tradition in Bodenwöhr, die vom 13. Jahrhundert bis 1971 dauerte - das Ende kam also vor 40 Jahren.
Emilia Müller nahm die Bitte gerne an und dann gab es Blumen für die Damen - auch Schirmherrin Barbara Fuchs, Geschäftsführerin von FischerHaus Bodenwöhr, war angereist. Ihr Unternehmen produziert auf dem historischen Werksgelände, das 1464 als solches in Betrieb ging, heute moderne Energie-Effizienz-Häuser. Eine besondere Flasche Bier hatte Marcus Jacob von der gleichnamigen Familienbrauerei am Hammersee mitgebracht.
Überhaupt - viele Geschenke gab es für die Ehrenschirmherrin. Die Hüttenwerksrentner überreichten Plakette und Chronik zu "250 Jahre Blechhammer", ihr Kollege Georg Ellert seine von Oskar Duschinger verfassten Lebenserinnerungen "Hüttenwerk und Hammersee", Jörg Huber und Johann Glogger hatten als ehemalige Festleiter einen Bildband "1000 Jahre Schwand" im Gepäck.
Warum werden die Oberpfälzer zahlenmäßig immer weniger? Der Boandlkramer aus "Der Brandner Kaspar und der Stolln zum Paradies" (Gerd Habermeier) wies jede Verantwortung von sich und lud lieber zum Festspielwochenende vom 1. bis 3. Juli an den Hammersee ein. Das gleiche tat auch die große und böse Zauberin Petrosilia Zwackelmann (Daniela Lanzl) zusammen mit dem Räuber Hotzenplotz (Bernhard Birner).
Einen interessanten Einblick ins Zentrum der Macht vermittelten Emilia Müller und die Beamten des Hauses den Besuchern aus Bodenwöhr. Und wäre an diesem Nachmittag jemand zufällig in den Kabinettssaal des Ministerrats gekommen, er hätte den Erzengel Michael (Willi Bucher) auf dem Stuhl des Finanzministers vorgefunden. "Keine Sorge, kein Putsch", hätte der dann gesagt. "Wir wollen ja nur spielen!"
Infos, Termine, Veranstaltungen und Tickets zur "Eisenzeit" gibt´s unter www.eisenzeit.net.
|
Über FischerHaus: Die FischerHaus GmbH & Co. KG mit Sitz im oberpfälzischen Bodenwöhr hat sich auf den Bau individueller und wertvoller Fertighäuser spezialisiert. Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1961 verbindet FischerHaus traditionelle Holzbaukunst mit moderner Technik und zukunftsweisenden Ideen, insbesondere im Bereich der Energieeffizienz. FischerHaus ist Mitglied im Bundesverband deutscher Fertigbau e. V. und in der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau. Die Unternehmensführung liegt seit April 2006 in den Händen von Reinhard Fuchs und Barbara Fuchs. |
|