Anlass für das Volksfest war das 250-jährige Bestehen des Braurechts in Bodenwöhr, das nun schon seit vier Generationen zur Familie Jacob gehört. Am Freitagabend begann das "Ju-Bier-läum" mit der "Hexennacht". Dabei sorgten die "Isartaler Hexen" schnell für tolle Stimmung in dem vollen Festzelt.Brauereichef Marcus Jacob eröffnet das Jubiläumsfest mit einem offizielen Fass-Anstich, den die Geschäftsführerin von Fischerhaus, Barbara Fuchs, vollzog. Mit einem Schlag trieb sie den Zapfhahn gekonnt in das Fass. Marcus Jacob erinnerte in seiner kurzen Ansprache an die Entstehungsgeschichte der Bodenwöhrer Brauerei. Anlass dafür war die Forderung der damaligen Hüttenwerksarbeiter nach einem eigenen Bier. "Heute feiern wir auf dem Gelände des ehemaligen Bodenwöhrer Hüttenwerkes dieses Jubiläum." Marcus Jacob dankte dabei Barbara Fuchs für die spontane Zusage, das Brauereifest hier halten zu können. Zusammen mit FischerHaus, das der Nachfolgebetrieb des Hüttenwerkes sei, habe man drei tolle Tage arrangiert. Auch seinen Mitarbeiter sprach Marcus Jacob ein anerkennendes Lob aus, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung "voll reingehängt" hätten. Auch Bürgermeister Richard Stabl begrüßte die Festgäste zu "diesen drei tollen Tagen" und wünschte: "Lasst euch das Bier gut schmecken. Prost!" Musikalisch ging das Brauereifest am Samstagabend mit der Showkapelle "Saxndi" weiter. Die Musiker verstanden es ausgezeichnet das wieder volle Festzelt, trotz der kühlen Witterung, zum "Kochen" zu bringen und alsbald wurde auf Tischen und Bänken mitgetanzt und gefeiert. Den Kindern machten die herbstlichen Temperaturen aber gar nichts aus, sie enterten Autoscooter und Fliegerkarussell. Und so mancher Kleine zog Eltern oder noch besser die Großeltern zu einem der Süßigkeitenstände. Gebrannte Erdnüsse und Mandeln oder Zuckerwatte weckten Kindheitserinnerungen auch bei den Erwachsenen. "Sehen wir uns im Zelt?" Hier bei bester musikalischer Unterhaltung und einer frisch gezapften Maß wurde die Geselligkeit zelebriert. Die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun. Zwischendurch vertrat man sich die Beine beim Hopfenmarkt mit seinem vielseitigen Angebot an Dekorativem, Blumen für daheim und für die Gräber. Edelsteine in verschiedenen Farben und Formen, matt und glänzend verzauberten die Besucher. Vielen von ihnen sagt man eine bestimmte Heilwirkung nach.
Der Schmied zeigte seine alte Handwerkskunst. Unter seinen wuchtigen Hammerschlägen verwandelte sich das heiße Eisen in die entsprechende Form, entstanden so beispielsweise dekorative Gartenstecker. Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Barbara mit Pfarrer Konrad Friedrich. |