| Ein Liegestuhl für die Orchidee |
22.05.2007
Ein eigenes Haus: Im Sommer traf mich und Stefan der Wunsch wie ein Schlag. Ein Platz für uns. Auf dem Grundstück draußen. Ein Haus. Ein Baum. Ein Zaun. Aber bitte ein Fertighaus, wegen der Heizkosten und außerdem kostet alles andere unnötig Zeit und Nerven. Aber die große Kirschholzanrichte von Großmutter muss mit. Die auf jeden Fall.
01.06.2007
Die Entscheidung fällt schnell im Musterhauspark: die "Orchidee" von FischerHaus geht uns nicht mehr aus dem Kopf. Wir wägen ab, sagen zu. Auf sechseckigem Grundriss steht das Haus im Lauf der Sonne. Große Fenster flutet die Räume mit Licht, ein riesiger Balkon liegt auf der Südseite des Hauses. Ich kaufe sofort einen neuen Liegestuhl.
12.07.2007
Auf dem Boden der Tatsachen plant ein Architekt das Haus in unsere persönliche "Orchidee" um. Aber es gibt ein Problem: Die dunkle Anrichte scheint zu groß für die Wohnküche. Aber trennen wollen wir uns auf keinen Fall. Die stand schon in unserer Küche damals, immer mit frischen Blumen neben dem Aquarium.
Aber unser Architekt sieht da kein Problem: "Dann planen wir das Haus eben um die Anrichte herum, wenn sie so nicht ins Haus passen will." Er versetzt zwei der bodenlangen Fenster und eine Wand, so dass sie doch Platz findet.
Auf dem Zeichenbrett hat die "Orchidee" schon alles, was wir wollen - und auch was der Bebauungsplan will. Aber ob es später wirklich so aussehen wird, wie wir uns das austräumen? Was ich mir nicht hatte träumen lassen, war der Paragraphendschungel aus Bauvorschriften, Fördermittelanträgen, Bebauungsplan, Bauantrang und -genehmigung. Zum Glück mussten wir da nicht alleine durch, sonst hätten wir auf halber Strecke entnervt aufgegeben. FischerHaus hat es tatsächlich geschafft, uns durch die Amtsstuben zu lotsen. Als der Gemeinderat dem Projekt grünes Licht gibt, kann es endlich losgehen.
14.09.2007
Aber erst kommt noch Herr Haselsteiner. Seit 33 Jahren managt er das Hausdesign bei FischerHaus. "Hier gibt es die komplette Einrichtung. Nur die Möbel müssen Sie noch selbst aufstellen", sagt er und deutet mit einer großen Armbewegung auf das weitläufige Hausdesignzentrum in Bodenwöhr. "Bemusterung" steht im Terminplan. Hier gibt es alles von Fassadenputz, Dachpfannen, Schornsteinen, Fenstern, Badewannen, Treppen, Türen bis zur Badezimmerfliese und Lichtschalter in allen Farben und Formen. Schließlich muss für jeden was Passendes dabei sein", sagt Manfred Haselsteiner. Es soll ja nicht irgendein Haus werden, sondern unseres. Und da muss der Boden zur dunklen Anrichte passen.
Einen Tag lang wählen wir aus - Alles. Kaum zu glauben, wie viele Modelle von Türklinken es gibt. Bis jetzt dachte ich immer: Hand drauf, runterdrücken, reingehen. Aber es ist viel mehr und braucht soviel Zeit. Schließlich soll die Treppe oder die Haustür solange halten wie das Haus steht. Und da braucht es länger, sich zu entscheiden. Auch ob wir Kabel im Wohnzimmer, das Parkett und die Fliesen im Bad selber verlegen oder es in andere Hände geben. Im Kopf ist schon alles tapeziert und eingeräumt. Aber vorher muss das Haus vier Wände kriegen.
14.11.2007
Der erste Bautag beginnt früh: 7.18 Uhr - die Wolken hängen tief. Die Laster rollen an. Ein Kran hebt die erste Seitenwand vom LKW. Die Teile - schon komplett mit Fenstern, Rollläden und Haustür - stehen in der Reihenfolge auf der Ladefläche, in der sie montiert werden, erst das Erdgeschoss, dann der Giebel.
Um 7.25 Uhr ist die erste Wand auf dem Fundament verschraubt, um viertel neune steht die zweite, eine aufgerichet, die Teile an den Fugen fest verschraubt. Als der erste Stahlträger für das Zwischengeschoss einschwebt, klart es auf. Präzise auf den Millimeter schieben die Monteure die Deckenelemente in Position. Zum Glück ist es windstill. Eine Böe ließe die Teile am Haken schwingen und würde die millimetergenaue Monteursarbeit erschweren. Nach der Mittagspause werden die Wände des Dachgeschosses aufgestellt und die Innenwände montiert. Es dämmert: Bis auf das Dach steht das Haus fertig im Abendblau.
15.11.2007
Im ersten Licht des nächsten Tages entsteht das Gerüst auf dem die Monteure am Nachmittag die Außenwände verputzen. Zimmerleute fügen die massiven Balken des Dachstuhls zusammen und knüpfen einen Richtkranz an den Firstbalken. Ein schnelles Richtfest nach zwei Tagen. Jetzt noch die Dachziegel und die Spengler beginnen mit den Arbeiten. Am Ende des Tages steht unser Haus.
23.11.2007
Bis auf die Blumenrabatte passiert der Rest drinnen. Die Dämmerung im Dach, die Leitungen werden verlegt, Heizung und Treppe montiert, Estrich gelegt und die Fensterbank in der Sonne montiert. Ich schaue gerade nur zu, wie das Haus echt wird. Und habe nachgemessen, ob die Anrichte in die Wohnküche passt. Sie passt. Stefan lässt sich genau erklären, wie man Fliesen legt. Das Bad will er selbst kacheln. Seine Mission für den Feierabend.
02.01.2008
Fertig von innen und außen. Unser Traumhaus. Morgen kommt der Möbelwagen und stellt die Anrichte endlich auf ihren neuen Platz. Und den Liegestuhl stelle ich dann in die Frühlingssonne. |
Über FischerHaus: Die FischerHaus GmbH & Co. KG mit Sitz im oberpfälzischen Bodenwöhr hat sich auf den Bau individueller und wertvoller Fertighäuser spezialisiert. Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1961 verbindet FischerHaus traditionelle Holzbaukunst mit moderner Technik und zukunftsweisenden Ideen, insbesondere im Bereich der Energieeffizienz. FischerHaus ist Mitglied im Bundesverband deutscher Fertigbau e. V. und in der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau. Die Unternehmensführung liegt seit April 2006 in den Händen von Reinhard Fuchs und Barbara Fuchs. |
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