Brütend heißer Sommer wechselt sich ab mit Regengüssen. Auf warmen Winter folgt Schneechaos bis ins Flachland. Mit enormen Windstärken lässt der Klimawandel Stürme um die Hausecken fegen. Um diesen schnellen Wetterwechsel gewachsen zu sein, muss ein Haus fest und sicher in der Landschaft stehen - sturmfrei sozusagen. Seit Jahrhunderten stellt der Baustoff Holz unter Beweis, wie langlebig und stabil er ist. Fachwerkhäuser stehen seit dem Mittelalter und bauen auf eine tragende Holzkonstruktion, ebenso wie moderne Fertighäuser. Bauen auf Stabilität Das Unternehmen FischerHaus hat die Idee mit Holz zu bauen, soweit vorangetrieben, dass eine Wand aus Bodenwöhr dem Vergleich mit einer Beton- oder Ziegelwand ohne weiteres standhält. "Wir bauen auf Stabilität", bringt Geschäftsführer Reinhard Fuchs es auf den Punkt. Stabil und effizient ist die Thermo-Plus Energiesparwand: Die mehrschalige Konstruktion der Wand besteht aus einer Holzwerkstoffplatte, Materialen zur Schall- und Wärmedämmung mit besten U-Werten und einer Diffussionsbremse. "Das Haus sorgt für sein eigenes Klima", erklärt Fuchs. Die verschiedenen Schichten stabilisieren und dämmen die Wand und erreichen mit U = 0,12 W/m²K im Feldbereich einen sehr niedrigen Wärmedurchgangskoeffiziente. Und schiebt der Sommer später im Jahr die Hitze gegen den Giebel, bleibt es im Haus angenehm kühl. Es klimatisiert sich sozusagen von selbst - draußen bleibt draußen. Ein schneesicheres Dach Damit das Haus auch dem nächsten Schneesturm trotzt, liegt ein stabiles, schneesicheres Dach auf den vier Wänden. FischerHaus konstruiert den Dachstuhl als Pfettendach. Die Sparren und Pfetten sind so angeordnet, dass das Gewicht gleichmäßig auf den massiven Balken des Dachstuhls liegt. So ist der Dachstuhl bis zu 1,6 kN ausgelegt oder in anderen Worten: Es trägt eine 80 cm dicke Schicht Pappschnee. "Vielleicht bald keine Seltenheit mehr in den kurzen turbulenten Wintern, die die Klimaforscher vorhersagen", sagt Reinhard Fuchs. Klimagünstig bauen mit Holz So konstruiert und gedämmt trotzt das Haus jedem Wetter und schont obendrein das Klima. Denn hohe Heizkosten sorgen in Gebäuden für fast ein Fünftel aller klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen. Mit Holz zu bauen ist so doppelt klimagünstig: Zum einen ist Holz ein regenerativer, weil nachwachsender Rohstoff, zum anderen bindet es das schädliche Treibhausgas Kohlendioxid. Immerhin stehen in deutschen Wäldern die größte Holzvorräte Europas. Noch Mark Twain rätselte warum die Deutschen, die so viel Holz in ihren Wäldern hatten, ihre Häuser unbedingt aus Stein bauen wollen. Das hat sich inziwschen geändert. Holz erfreut sich bei deutschen Bauherren wachsender Beliebtheit. Allein im Jahr 2006 wurde jedes siebte neue Gebäude vorwiegend aus Holz errichet. Gut gegen das Wetter, gut fürs Klima.
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